29. Juli - 6. August 2017
Kafue-Nationalpark - South Luangwa-Nationalpaark

Schon am Mittag erreichen wir das Mayukuyuku Camp. Unser Stellplatz liegt direkt am malerischen Hochufer des Kafue-Rivers. Schon beim ersten Check mit dem Fernglas erspähen wir mehrere Flußpferde, zwei dicke Krokodile und jede Menge Vögel, wie Kingfisher und Schreiseeadler.

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Wir genießen die Atmosphäre und unternehmen am Spätnachmittag einen Game-Drive.

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Pukus (in Südsambia und Malawi weit verbreitet, sind etwa rehgroß und sehen den Impalas sehr ähnlich) sowie Impalas gibt es zahlreich, aber ansonsten ist nicht viel los. Der Kafue NP mit seinen 22.400 qkm ist zwar der größte Nationalpark Sambias, aber die Wilderei ist nach wie vor ein großes Problem.
Der nächste Tag gehört der Verschönerung unseres Simbas. Mehr Aktivität ist nicht drin.
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Am Nachmittag unternehmen wir dann für zwei Stunden eine Bootstour auf dem Kafue- und dem Mukumbo-River. Flußpferde, Krokodile, viele Vögel und eine romantische Ufervegetation beeindrucken uns.
Nach zwei Nächten am Kafue-River brechen wir wieder auf.

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Über Lusaka, die quirlige Hauptstadt des Landes, fahren wir dann auf der Great East Road - auch Todesschrecke genannt (jetzt neu ausgebaut mit EU-Geldern) über Petauke und Chipata zum Mfuwe Gate des South Luangwa Nationalparks. Die Great North Road ist eine der ältesten Strassen Afrikas. Die teilweise bergige Strecke erfordert die volle Aufmerksamkeit und wird darum so manchem LKW-Fahrer zum Verhängnis. Wir sehen einige erst kürzlich verunglückte Fahrzeuge. Am Unfallort sitzen unzählige Leute auf dem Boden und versuchen Teile der Ladung, wie z.B. Mais, vom Boden in Kanister oder Säcke zu schaufeln.


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South Luangwa Nationalpark


Der Park ist 9.050 qkm groß und er steht für das Afrika, daß Ernest Hemingway wie auch Tanja Blixen es seinerzeit erlebt haben.
Das Wildlife Camp, in dem wir einige Tage stehen werden, ist 6 km vom Gate entfernt und liegt direkt am Ufer des Luangwa-Rivers. Der Luangwa ist einer der unberührtesten Flüsse Afrikas. Die sehr weitläufigen Anlage des Camps verfügt über keinerlei Umzäunung. Das Wildlife Camp macht seinem Namen alle Ehre. Es dauert nicht lange und die ersten Elefanten streifen durch das Camp. Sie gehen zwischen den Autos und Zelten umher. Immer auf der Suche nach frischem Grün, nähern sie sich uns bis auf wenige Meter. Eine großartige Szenerie. Uns ist sofort klar, hier sind wir richtig.

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Der nächste Tag beginnt früh. Schon um 6.00Uhr sitzen wir im offenen Safari-Fahrzeug zum Game-Drive im South Luangwa NP, der größten Safariattraktion Sambias. Unweit des Flusses winden sich die schmalen Wege. Lockere, malerische Baumsavanne aber auch Freiflächen bestimmen die Flusslandschaft.

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Neben Elefanten, Impalas, Pukus und Büffeln, sehen wir die hier endemischen Crawshay-Zebras und die Thornicroft-Giraffen.
Doch dann das Highlight: Eine zwölfköpfige Löwenfamilie (2 Mähnenlöwen, 7 Löwinnen und 3 sehr junge Babys) am Büffel-Riss. Wir sind ganz aus dem Häuschen.


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Der entspannte Nachmittag im Camp erfährt wieder Abwechslung durch den Besuch der Elefanten. Zwei Kühe mit ihren Jungen sind offenbar Stammgäste hier. Später kommen noch drei weitere hinzu. Erst zum Sonnenuntergang ist das Camp wieder wildtierfrei.

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Auch der folgende Tag beginnt mit einem 4-Stunden Game-Drive. Natürlich steuern wir wieder die Löwen an. Vom Büffel sind nur noch die abgenagten Knochen da. Wir erleben, wie sich auch die letzten beiden Löwen vom Riss zurückziehen und den Rest an die Geier freigeben.
Die Löwen sammeln sich im Schatten einer Buschgruppe und werden hier wohl den Rest des Tages verschlafen. Lediglich die drei Löwen-Babys tollen herum. Die Familie wird diesem Standort erstmal treu bleiben, da die Kleinen noch nicht in der Lage sind, mit dem Rudel weiterzuziehen.

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Der Game-Drive am Spätnachmittag bringt dann endlich die ersehnten Leoparden. Eine Leopardin liegt schlafend im hohen Gras und wird dabei von einer Tüpfelhyäne beobachtet.

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Nach dem Sundowner mit Flußpferdkonzert am Ufer des Luangwa beobachten wir im Licht des Scheinwerfers einen stattlichen Leoparden-Kater, wie er sich unbeirrt durch uns, auf den Weg zur Jagd begibt.
Außerdem entdecken wir mit Hilfe des Scheinwerfers einen Milchuhu oder auch Blassuhu (Bubo lacteus), eine kleine Ginsterkatze und viele unterschiedliche Antilopen.

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Der Milchuhu erreicht eine Körpergröße bis 61cm. Er ist in Afrika weit verbreitet und kommt in Galeriewäldern, Waldgebieten mit Lichtungen sowie dünn bewaldeten Savannen vor.
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