11. - 19. Mai 2019
Kasachstan - Aktau und Mangyschlak-Halbinsel

Die Fahrt über das Kaspische Meer verlief ruhig, aber war wenig komfortabel.

IMG_6028

Am späten Nachmittag machen wir im kleinen aber brandneuen Hafen von Kuryk, südlich von Aktau fest. Die Grenzabwicklung verläuft korrekt und sehr loyal. Im chicen neuen Zoll-Gebäude gibt es sogar Bankautomaten und eine Cafeteria, in der wir sogleich eine SIM-Karte für Kasachstan erwerben. Zufrieden mit dem bisherigen Ablauf, verbringen wir die erste Nacht in Kasachstan, auf einer Ausbuchtung, am Rande der neuen Asphaltstraße.

IMG_6039

Als wir dann am nächsten Vormittag mit Simba in Aktau vor dem Renaissance-Hotel aufkreuzen, winkt uns Peter schon zu.

IMG_E6051

Peter und Anja haben sich für ein paar Tage in einem Apartmenthaus eingemietet. Ihr Reisemobil hat einen Kupplungsschaden und soll morgen in die MAN-Werkstatt. Die erforderlichen Ersatzteile hat Peter kurzerhand per Flieger aus Deutschland geholt, während Anja und Hund Billy den Steyr gehütet haben.
www.Jumbo-on-tour.de
Aktau (früher: Schevtschenko) ist eine junge Großstadt. Der Grundstein für Aktau wurde erst 1958 gelegt, nachdem man auf der Halbinsel Mangyschlak Öl und Uran gefunden hat.

DSC04940

DSC04941

Typische Sowjet-Architektur prägt das Stadtbild.

DSC04942

DSC04943

IMG_6042

IMG_6044

IMG_E6047

Der Tag in der MAN Werkstatt ist erfolgreich: Jumbo konnte repariert werden und Simba bekam erneut einen stabilen Tankhaltegurt angelegt.

IMG_E6065

Außerdem lief für uns den ganzen Tag die Waschmaschine und dank der sommerlichen Temperaturen, war am Abend alles wieder sauber und trocken in den Schränken verstaut.

IMG_6057

Mit Freude verlassen wir am folgenden Tag die Stadt.

IMG_E6085

100 Kilometer nordöstlich von Aktau unweit von Schetpe, liegt die landschaftlich abwechslungsreichste Gegend auf Mangyschlak, der Gebirgszug Karatau.

DSC05067

DSC05072

DSC04968

DSC04958

Seine höchsten Erhebungen sind über 500 Meter hoch, eine beachtliche Höhe in der Umgebung des Tieflandes.

DSC04969

Das Gebirge ist bekannt wegen seiner ausgefallenen Erosions- und Ablagerungsformen.

DSC04976

Südöstlich des Dorfes Schair, stoßen wir auf die Ansammlungen großer steinerner Kugeln, mit einem Durchmesser von bis zu drei Metern.

DSC04980

Sie sehen aus wie vergessenes Spielzeug von Riesen.

DSC_0753

DSC04999

Unsere Fahrzeuge, Jumbo und Simba, wirken in dieser Landschaft klein und verloren.

IMG_6101

Wir genießen hier die Einsamkeit, die Weite und den steten Gesang der Lerchen.

IMG_6095

DSC04981

Beim Spaziergang durch die Kugel-Welt diskutieren wir die verschiedenen Theorien ihrer Entstehung.

DSC05034

DSC05026

Eine lautet, daß es sich um Konkretionen vom Meeresboden handelt. Das heißt, daß sich im Kern dieser Kugeln kleine Meereslebewesen befinden, die minimalisiert sind und im Laufe der Jahrmillionen konzentrisch viele mineralische Schichten angelegt haben.

DSC05024

Das geschah in der späten Kreidezeit, vor 80 Millionen Jahren, als der Meeresspiegel noch etwa 170 Meter höher lag als heute.

DSC04992

Im Hintergrund Scherkhala

DSC05042

DSC05037

DSC04961

Die weite Steppenlandschaft bietet nicht viel für das Auge.

DSC04924

Pferde, als die häufigsten Weidetiere,

DSC05052

Dromedare und einige Kamele, vereinzelt Rinder und Schafe sowie ab und an eine Siedlung.

DSC05055

Die Häuser sind meist recht neu und wirken mit ihren bunten Blechdächern ganz nett. Doch so ein kasachischer Ort ist nicht der Platz, an dem man leben möchte.

DSC05058

DSC05075

Die kasachischen Totenstädte „Nekropolen“, mit ihren Mausoleen, sind hingegen oft recht liebevoll gestaltet.

DSC04935

DSC04937

Sie befinden sich meist außerhalb der Ortschaften, manchmal ganz einsam in der Walachei.

DSC05065

DSC04948

Die Halbinsel Mangyschlak ist reich an Muschelkalk und die kasachischen Steinmetze fertigen daraus Kuppeln und Mauern. Sie überdauern die Jahrhunderte wesentlich besser als die Wohnhäuser aus Lehm.
Von Schetpe fahren wir auf einer neuen perfekten Straße durch die weite flache Steppe nach Bejneu und dann zum Grenzübergang nach Usbekistan. Kurz vor der Grenze holt uns aber die Realität wieder ein.
Wir verabschieden uns mit einer mächtigen Staubfahne.

DSC05077


Impressum